Blogs für Kulturbetriebe
Der Begriff Weblog, eine Kombination aus „Web“ und „Logbuch“ wurde 1997 von Jörn Barger geprägt. Weblogs, oder kurz Blogs, sind nach der Definition von Jan Schmidt Webseiten, die individuelle, chronologisch geordnete Einträge zu ganz unterschiedlichen Themen in ganz unterschiedlichen Formen enthalten.
Die Größe des Betriebes spielt bei Blogs keine Rolle, da jede Stimme beim Bloggen das gleiche Gewicht hat. Sie ermöglichen eine „Diskussionen in der Nische“ und da Blogs vor allem von den bloggenden Personen leben, ist „bloggen (…) keine Technologie, sondern eine Kultur“. Dies alles sind Gründe, weshalb sich Blogs auch gerade für den Kulturbereich eignen, wo sie auch schon vereinzelt eingesetzt werden.
Dieses Video erklärt Blogs in 3 Minuten:
Beispiele: Blogs in Kulturbetrieben
Der Blog „Tagwerke“ ist beispielsweise ein Ausstellungsblog, der bereits ein Jahr vor der Eröffnung der Ausstellung „Absolut privat!? - Vom Tagebuch zum Weblog“ in Frankfurt mit der Dokumentation der Ausstellung begonnen hat. Im Blog werden außerdem Links, Neuigkeiten und Bemerkenswertes zum Thema Print- und Online-Tagebuch gesammelt. Gleichzeitig fungiert der Blog als Ausstellungstagebuch, Zettelkasten und Dokumentationsinstrument. Er gewährte demnach einen Blick hinter die Kulissen, diente zur Kommunikation nach außen und gleichzeitig als Arbeits- beziehungsweise Forschungsplattform.
Ein weiteres Beispiel aus dem Museumsbereich ist der ScienceBlog des Deutschen Museums. Hier bloggen die Wissenschaftler, weil sie sich „im Museum als Kommunikatoren verstehen“. Auf dem Blog gibt es neben allerlei Wissenswertem aus Wissenschaft, Kultur und Politik auch interessante Experimente als Videostream, die bei YouTube hochgeladen wurden.
Ein Beispiel aus dem Theaterbereich ist der Blog des AuGuSTheater Neu-Ulm. Neben Blogbeiträgen gibt es hier auch Videos, Bilder von Aufführungen und seit kurzem auch einen Podcast.

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