Web 2.0

Web 2.0 für Kulturbetriebe

Nur mit Besucherorientierung können Kulturbetriebe gegen die immer größer werdende Konkurrenz ankommen, weshalb sie alle ihnen möglichen Maßnahmen einsetzen müssen. Ausgangspunkt aller Kundenorientierung bzw. Kundenbindung ist das Prinzip der Kundennähe. Mit Web 2.0-Maßnahmen kann genau dies gefördert werden. Sie ermöglichen es, in einen direkten Dialog mit dem Kunden zu treten, um auf seine individuellen/spezifischen Bedürfnisse einzugehen. Sie ermöglichen auch eine direkte, aktive Einbindung der Besucher, was wiederum eine Stärkung der Kundenbindung zur Folge hat. Aufgrund dieser positiven Effekte von Web 2.0-Maßnahmen sollten sie unbedingt von Kulturbetrieben eingesetzt werden.

Kulturbetriebe müssen sich in Konkurrenz mit einer Vielzahl von Freizeitangeboten behaupten. Gerade durch das professionelle Auftreten der Konkurrenten, sind Kulturbetriebe herausgefordert, entsprechend zu reagieren. Denn zu den Muss-Serviceleistungen, die aus Sicht der Kunden unabdingbar erbracht werden müssen, zählen auch alle Leistungen, „die bereits von den meisten Anbietern der Branche als Standardleistung, wie beispielsweise Online-Ticketing oder Newsletter, erbracht werden. Der Besucher setzt das Vorhandensein solcher Leistungen dann voraus. Kulturbetriebe müssen sich hier entsprechend ihrer Konkurrenz anpassen, aber gleichzeitig das ihnen ganz eigene Profil schärfen. aber eigenes Profil schärfen. Denn gerade mit Web 2.0-Maßnahmen könnte es ihnen gelingen, sich von der Masse abzuheben, keine übliche Einheitskommunikation zu betreiben und die Besucher gezielt anzusprechen. Wobei betont werden muss, dass Web 2.0-Maßnahmen keinen Selbstzweck haben und keinen Wert an sich darstellen, sondern im Speziellen auf jeden Kulturbetrieb abgestimmt werden müssen.

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Wikis

Wikis für Kulturbetriebe

Ein Wiki, was auf hawaiianisch soviel wie „schnell“ heißt, ist eine Software und Sammlung von Webseiten, die von den Nutzern nicht nur gelesen, sondern auch online bearbeitet werden können. Mehrere Personen können so gemeinsam Artikel erstellen. In Wikis kann somit das Wissen aller beteiligten Autoren gesammelt, dokumentiert und verwaltet werden. Fast die Hälfte der befragten Onliner gaben bei der ARD/ZDF-Online-Studie 2007 an, Wikipedia, das wohl bekannteste Wiki, regelmäßig zu nutzen.

Der Attraktivitätsgewinn einer Webpräsenz durch ein Wiki ergibt sich durch den höheren Grad der Interaktion. Während bei gewöhnlichen Webpräsenzen die Experten auf der einen und die Besucher auf der anderen Seite stehen, gibt ein Wiki dem Besucher die Möglichkeit, sich intellektuell und sozial einzubringen. Die Besucher partizipieren aktiv, was sie wiederum dazu motiviert, die Web-Präsenz länger zu erkunden. Eine höhere Interaktion schafft eine höhere Bindung des Besuchers.

Beispiel: Das Akkordeon-Wiki des Hohner-Konservatoriums Trossingen GmbH

Für das Hohner-Konservatorium als Lehranstalt bot sich die Einrichtung eines Wikis auch gerade unter dem Aspekt der Wissensdokumentation und -vermittlung an. Durch das Wiki positioniert sich das Hohner-Konservatorium im Web als eigenständige Bildungseinrichtung mit einer Plattform für das Wissen rund ums Akkordeon.

Seit der Veröffentlichung des „Akkordeon-Wiki“ im Mai 2008 kann jeder Akkordeoninteressierte Artikel schreiben und ergänzen.

Das Besondere am Akkordeon-Wiki im Vergleich zu Wikipedia ist, dass hier jeder Akkordeonspieler oder -lehrer und jedes Akkordeonorchester ein eigenes Profil anlegen kann, während dies bei Wikipedia nur Persönlichkeiten des Weltgeschehens vorbehalten ist. Zusätzlich kann man sich untereinander verlinken, womit das Wiki eine stärkere Vernetzung der Mitglieder ermöglicht.

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Blogs

Blogs für Kulturbetriebe

Der Begriff Weblog, eine Kombination aus „Web“ und „Logbuch“ wurde 1997 von Jörn Barger geprägt. Weblogs, oder kurz Blogs, sind nach der Definition von Jan Schmidt Webseiten, die individuelle, chronologisch geordnete Einträge zu ganz unterschiedlichen Themen in ganz unterschiedlichen Formen enthalten.

Die Größe des Betriebes spielt bei Blogs keine Rolle, da jede Stimme beim Bloggen das gleiche Gewicht hat. Sie ermöglichen eine „Diskussionen in der Nische“ und da Blogs vor allem von den bloggenden Personen leben, ist „bloggen (…) keine Technologie, sondern eine Kultur“. Dies alles sind Gründe, weshalb sich Blogs auch gerade für den Kulturbereich eignen, wo sie auch schon vereinzelt eingesetzt werden.

Dieses Video erklärt Blogs in 3 Minuten:

 

Beispiele: Blogs in Kulturbetrieben

Der Blog „Tagwerke“ ist beispielsweise ein Ausstellungsblog, der bereits ein Jahr vor der Eröffnung der Ausstellung „Absolut privat!? - Vom Tagebuch zum Weblog“ in Frankfurt mit der Dokumentation der Ausstellung begonnen hat. Im Blog werden außerdem Links, Neuigkeiten und Bemerkenswertes zum Thema Print- und Online-Tagebuch gesammelt. Gleichzeitig fungiert der Blog als Ausstellungstagebuch, Zettelkasten und Dokumentationsinstrument. Er gewährte demnach einen Blick hinter die Kulissen, diente zur Kommunikation nach außen und gleichzeitig als Arbeits- beziehungsweise Forschungsplattform.

Ein weiteres Beispiel aus dem Museumsbereich ist der ScienceBlog des Deutschen Museums. Hier bloggen die Wissenschaftler, weil sie sich „im Museum als Kommunikatoren verstehen“. Auf dem Blog gibt es neben allerlei Wissenswertem aus Wissenschaft, Kultur und Politik auch interessante Experimente als Videostream, die bei YouTube hochgeladen wurden.

Ein Beispiel aus dem Theaterbereich ist der Blog des AuGuSTheater Neu-Ulm. Neben Blogbeiträgen gibt es hier auch Videos, Bilder von Aufführungen und seit kurzem auch einen Podcast.

 

Podcasts

Podcasts für Kulturbetriebe

Als Podcast können folglich wiederholt bereitgestellte Audio-, Video- oder sonstige Informationen bezeichnet werden, die ’on Demand’ heruntergeladen werden können und verschiedene Inhalte wie Unterhaltung, Information, Wissen oder Musik unter einem vorab definierten Themendach enthalten. Wie Weblogs werden Podcasts mittels RSS-Feed übertragen und können auf dem Computer, dem Handy oder dem iPod zeitlich unabhängig abgespielt werden.

Die Studie „Podcast in Deutschland 2007“ ergab, dass immerhin 31 Prozent der genutzten Podcastinhalte aus dem Bereich „Kultur, Kino, Theater, Oper“ kommen. Das Bedürfnis nach Podcasts aus dem Kulturbereich ist demnach da und sicherlich noch weiter ausbaufähig.

Dieses Video erklärt Podacsts in drei Minuten:

 

 

Beispiel: Podcast des AuGuSTheater Neu-Ulm

 

Beispiel: Podcast des ZKM Karlsruhe

 

 

Was ist ikum?

[ikum] steht für ganzheitliches Internet-Kultur-Marketing.

[ikum] hat sich auf die Präsentation, Vermittlung und Vermarktung von kulturellen Inhalten im Internet spezialisiert. Wir bieten nicht nur individuell gestaltete Designs für Kulturinstitutionen und Non-Profit-Organisationen an, sondern beraten unsere Kunden auch zum sinnvollen Einsatz neuartiger Darstellungs- und Interaktions-möglichkeiten im Internet.

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Dank vielfältiger Erfahrungen im Kultursektor fällt es der [ikum] -Gründerin, Soziologin und Kulturmanagerin Sabrina Fütterer leicht, die Bedürfnisse eines Kulturbetriebs realistisch einzuschätzen. In ihrer Arbeit zum Thema "Internetmarketing und Web 2.0-Maßnahmen für Kulturbetriebe" hat sie ihre Erfahrungen zusammengefasst sowie eigene Studien zum Konsum- und Informationsverhalten der Kulturinteressierten veröffentlicht.